Pokern in der Schweiz

September 8th, 2010

Schlechte Nachrichten für alle Pokerfans kommen aus der Schweiz.
Vor ein paar Tagen wurde vom Bundesrat eine Motion aus dem Parlament abgelehnt, bei der man eine Legalisierung von Pokerturnieren außerhalb von Casinos forderte.
Das Bundesgericht hatte bereits zu Beginn diesen Jahres in einem Urteil festgestellt, dass ein Glücks- und kein Geschicklichkeitsspiel sei und damit nur in Casinos gespielt werden dürfe. Diese Gesetzeslage ist ähnlich der in Deutschland.
Einige Mitglieder aus dem Parlament wollten dies aber so nicht hinnehmen und sie setzten ein Verfahren zur Änderung des Gesetzes in Gang.
Für eine Legalisierung von Pokerturnieren außerhalb von Casinos setzen sich SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr und SVP-Nationalrat Jean-Pierre Grin ein. Doch es nützte nichts.
Der Bundesrat lehnte das Vorhaben entschieden ab, mit der Begründung dass der Schutz der Spieler nur in den staatlichen Casinos gewährleistet sei.
In der Schweiz werde man private Spiele im Freundeskreis strafrechtlich nicht verfolgen, doch gewerbsmäßige Pokerturniere seien auch weiterhin verboten.

Wie man sich denken kann, steht noch immer im Vordergrund, dass dieses Glücksspielmonopol einen Riessenvorteil für den Staat hat : Einnahmen für den Staat unter Ausschaltung jeglicher Konkurrenz.

Kommentar schreiben